AKTIONSWOCHEN für ein offenes und vielfältiges Berlin

Aktionswochen 2014 BannerDie Lokalen Aktionspläne und der Berliner Ratschlag für Demokratie veranstalten die Aktionswochen in der Zeit vom 7. September bis zum 10. Oktober 2014.

Einige Veranstaltungen finden auch in Lichtenberg stadt. Wir haben Ihnen eine Auswahl zusammengestellt.


  • 13. September 2014 10:00 Uhr, Konrad-Wolf-Straße, 13053 Berlin, an der Tram-Haltestelle Sportforum
    Stolperstein Putzaktion Hohenschönhausen
    Es ist wieder soweit. In Alt-Hohenschönhausen werden alle Stolpersteine geputzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich an dem geführten Rundgang zu den Stolpersteinen in Alt-Hohenschönhausen zu beteiligen. Stolpersteine werden europaweit von dem Künstler Gunter Demnig verlegt. Sie erinnern an Vertreibung und Vernichtung während des Nationalsozialismus und geben einer unvorstellbaren Zahl von Opfern einen Namen. Sie lassen uns erkennen, dass es Nachbarn gewesen sind, die hier aus ihrem Leben gerissen wurden.
  • 20. September 2014 11:00 – 13:30 Uhr, Start am Rathaus Lichtenberg
    Eine Fahrt durch die Geschichte Lichtenbergs
    Nach einer kurzen Einführung von Dr. Thomas Thiele (Museum Lichtenberg) werden mit dem Bus verschiedene historische Orte in Lichtenberg angefahren. Im Mittelpunkt steht die Zeit des Nationalsozialismus sowie jüdisches Leben im Bezirk. Stationen werden u. a. sein: jüdische Architektur in Friedrichsfelde, Kapitulationsmuseum Karlshorst, Denkmal für den Arbeiter_innenwiderstand im NS und vieles mehr.
    Zum Abschluss gibt es im Lichtenberger Museum noch einmal Zeit für Diskussionen, Gespräche und Fragen.
    Anmeldung bitte unter: Turn on Javascript! oder 030 32598455
  • 24. September 2014 18:30 Uhr, Aula der Robinson Grundschule, Wönnichstraße 7, 10317 Berlin
    Inklusion – Zwischen Theorie und alltäg­licher Praxis an der Robinson Grundschule
    Inklusion meint, dass alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen, gesunde und behinderte, begabte und entwicklungsverzögerte, lernschwache und verhaltensauffällige, Alt- und Neulichtenberger_innen. Ziel ist die Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt. Aber ist gut gemeint auch gut gemacht?
    Was bedeutet Inklusion für den Alltag an der Schule? Welche Herausforderungen gibt es und steht den Schulen auch die entsprechende Ausstattung wirklich zur Verfügung?
    Über diese Fragen wollen wir uns in einer Gesprächsrunde mit Vertreter_innen der demokratischen Parteien der BVV Lichtenberg, der Direktorin der Robinson Grundschule und Lehrer_innen mit Ihnen austauschen.
  • 25. September 2014 15:00 Uhr, Brodowin Grundschule, Liebenwalder Straße 22, 13055 Berlin
    Verleihung Integrationspreis Lichtenberg
    Zum ersten Mal vergibt der Bezirk Lichtenberg einen Integrationspreis. Damit wird das Engagement von Personen, Trägern, Unternehmen, Initiativen und innovativen Projekten gewürdigt, die alle Menschen, die in Lichtenberg wohnen, ins alltägliche Leben integrieren und gleichberechtigt behandeln – gleich welcher Herkunft, Sprache oder kultureller Prägung und Lebensweise diese Menschen sind. Außerdem setzen sich die Preisträger_innen dafür ein, Kulturen gegenseitig anzuerkennen. Unter der Regie von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) wählte die Jury unter den eingegangenen Vorschlägen geeignete Preisträger_innen aus. Die Preisvergabe erfolgt unter dem Motto: „Flucht und Vertreibung".
  • 26. September 2014 16:00 Uhr, Kulturzentrum wb13, Am Berl 13, 13051 Berlin
    Can't be silent – Film & Konzert
    Sie sind angekommen und doch noch immer auf der Flucht. Sie sind Sänger, Musiker, Rapper und doch Ausgeschlossene und Abgeschobene. Mit ihrer Musik bringen sie Tausende von Menschen zusammen und sind doch selbst nicht berechtigt, den nächstliegenden Bezirk zu betreten.
    Nuri (Dagestan), Jacques (Elfenbeinküste), Hosain (Afghanistan), Sam (Gambia) und Revelino (Elfenbeinküste) haben ihr Land verlassen auf der Suche nach einer neuen Heimat, die vielleicht Deutschland ist. Isoliert in Heimen und zum Stillstand verurteilt, leben sie einen schockierenden Flüchtlingsalltag.
    Der Film begleitet die Band „Strom & Wasser feat. The Refugees" auf einer großen Deutschland-Tournee bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben.
    Sprache: english, farsi, french, deutsch.
    Untertitel: english, deutsch
    Anschließend Konzert mit Hosain und Nuri sowie mit Bands aus dem Jugendclub OCB und Spik e.V.
  • 1. Oktober 2014 18:30 Uhr, Kino CineMotion, Wartenberger Straße 174 (Nähe S-Bhf Hohenschönhausen / Lindencenter)
    Land in Sicht
    Abdul, Brian und Farid sind in einem abgelegenen Asylbewerberheim im kleinen Ort Belzig gestrandet. Von hier aus suchen sie nach Wegen in die deutsche Gesellschaft. Auf Dorffesten, Ämtern und Diskotheken prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den Mentalitäten der Brandenburger_innen aufeinander. Anstelle von Betroffenheit rückt „Land in Sicht" die unfreiwillige Komik dieses Aufeinandertreffen in den Blick. In der aktuellen Diskussion um die Migration nach Europa zeigt dieser Film auf sehr einfühlende Art und Weise die täglichen Probleme, mit denen Geflüchtete in Deutschland konfrontiert werden.
    Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit den Filmemacherinnen Antje Kruska und Judith Keil statt.
  • 7. Oktober 2014 18:00 Uhr, Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2 ( Nähe S-Bhf Hohenschönhausen / Im Lindencenter)
    Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn: Alltag, Verfolgung und Deportation
    Lesung mit der Historikerin Patricia Pientka.
    Zwischen 1936 und 1945 waren schätzungsweise 1200 Sinti und Roma im Zwangslager Berlin-Marzahn interniert.
    Das am Rande der damaligen Reichshauptstadt Berlin gelegene Lager, das damals zum Verwaltungsbezirk Lichtenberg gehörte, war das größte kommunale „Zigeunerlager" im sogenannten „Altreich". Die Nationalsozialisten nutzten es zur gewaltsamen Exklusion von Sinti und Roma, ihrer rassistischen und kriminalpolizeilichen Erfassung sowie ihrer Ausbeutung durch Zwangsarbeit. Schließlich diente es als Sammellager für Deportationen der Festgehaltenen in verschiedene Konzentrationslager. Die Historikerin Patricia Pientka beschreibt in ihrem Buch die Einrichtung des Lagers, das im Vorfeld der 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele entstand. Die Autorin rekonstruiert die Lebensbedingungen im Lager, informiert über die verschiedenen an der Verfolgung beteiligten Akteure, insbesondere über die Rolle der Berliner „Dienststelle für Zigeunerfragen", und fragt nach den Schicksalen der Internierten.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des www.brfd.de .


.
.

Gezwitscher über Berlin