Masern auf dem Vormarsch – Gesundheitsamt empfiehlt Impfung

Aufgrund von zunehmenden Masernerkrankungen in Berlin empfiehlt die Senatsverwaltung für Gesundheit allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, die Überprüfung ihres Masernimpfstatus. Hintergrund sind die seit Februar 2013 zunehmenden gemeldeten Masernfälle in Berlin. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte der Erkrankten zwischen 16 bis 45 Jahren alt ist. Etwa die Hälfte aller Erkrankten musste stationär behandelt werden, bei den Älteren waren es sogar noch mehr.

Masern sind demnach keine harmlose Kinderkrankheit. Sie werden nur von Mensch zu Mensch übertragen und sind hochansteckend. Die Viren werden durch sehr feine Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Fast jeder Kontakt von ungeschützten Personen mit einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung. Bereits fünf Tage vor Auftreten des Hautausschlags sind Infizierte ansteckend. Masern können zudem mit ernsthaften Komplikationen (z.B. Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Gehirnentzündungen) oder Folgeerkrankungen und im schlimmsten, selten eintretenden Fall, sogar tödlich verlaufen.

Führende Impfexpertinnen und -experten der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfehlen, alle Kleinkinder ab dem Alter von 11 Monaten zwei Mal gegen Masern, meist in Kombination mit Mumps, Röteln und Varizellen zu impfen. Danach besteht ein lebenslanger Schutz. Darüber hinaus sollten sich auch alle Erwachsenen, die nach 1970 geborenen wurden und bislang nicht an Masern erkrankt waren, impfen lassen. Diese einmalige Impfung erfolgt normalerweise mit einem gut verträglichen Kombinationsimpfstoff gegen Masern-Mumps und Röteln (MMR-Impfstoff) und wird von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt verabreicht.
Die Berliner Ärztinnen und Ärzte wurden durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und das Landesamt für Gesundheit und Soziales auf das aktuelle Maserngeschehen aufmerksam gemacht und aufgerufen, der Überprüfung des Masernimpfschutzes ihrer Patientinnen und Patienten gemäß der Empfehlungen der STIKO besondere Aufmerksamkeit zu widmen.


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Gezwitscher über Berlin